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former available as cassette (ltd.ed. 30 copies) / SOLD OUT !

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released November 7, 2014

Too much noise, drone, and other post-industrial stuff sounds pretty much the same by now. This release, however, is one of the rare cases where proven elements are reconfigured in a way that is really fresh, surprising, and suspenseful. Starting out with what sounds like a battle between a diesel engine and a chainsaw, the piece morphs into glacial sheets of lowercase hum before, on the B side of the tape, fierce percussion starts to build up an extremely ominous atmosphere …

One of the satisfying things about this release is that it manages to use both concrete and completely abstract sounds to their full emotional impact. Even though split into two sides of the tape, the release has a very consistent sound and dramaturgy. After the subdued, near-silent end of side A, the insistent rhythmic build-up on side B – almost like a shamanic ritual – comes as a real surprise and also something that brings out what was foreboding throughout side A. If you only ever get one NYM release, get this one.

File under: Drone, musique concrète, dark ambient

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BAD ALCHEMY #84:
Dass Kevin Hainey, der Mann hinter KAPALI CARSI, jahrelang neben Schlagzeug vor allem Bass gespielt hat, im Doom-Drone-Projekt Bloodhoney, in einem Weird-Punk-Duo namens The Pink Noise oder mit den einem die Gesichtshaut abschälenden Blitzkriegern Disguise, das glaube ich sofort, wenn ich 'OOO' höre. Es ist das einer seiner drei Tracks auf einem Split (ACT 1030, C-45) mit NYM, eine wummernde Druckwelle, im Grunde nur eine bedrückende Leere, die eine abgrün­dige Präsenz, eine dunkle Atmosphäre aus Statik und knurrigem Feed­back stiftet. Dabei ist der Kanadier, der auch Weird Fiction schreibt und bereits vom Radar von Kommissar Hjuler erfasst wurde, einer, der mit Nothing Bass sogar ein Tribute an Sun Ra eingespielt hat. Erschie­nen ist das, wie vieles von ihm, als 3" CD-R bei Inyrdisk, einem 2005 von ihm selber initiierten Underground-Label in Toronto. Wobei er zugibt, dass das mit Sun Ra nur sehr indirekt was zu tun hat. Gedröhn und Noise sind die Eckpfeiler seines Unternehmens, bei dem es zu Ground Zero mehrere Ebenen aufwärts, nicht abwärts geht. Ob man mit den unbetitelten 23 Min. seines Splitpartners dem Sonnenlicht nennenswert näher kommt, scheint mir jedoch fraglich. Die Atmo­sphäre bleibt kalt und lichtlos, der Wind pfeift. Struktur, wenn man das so nennen will, geben dunkle Schläge und kleine schnarrende Effekte, die aber nur einen zähen, stotternden Verlauf nehmen. Was sich da dahin schleppt, arbeitet sich mühsam nur voran im Gegenwind. Und wohl auch im Dunkeln, wo ich, wenn ich Weird-Fiction-Garn spin­nen wollte, mir eine riesige insektoide Maschinerie einbilden könnte, die da mit pipelinedicken Gliedern donnernd voran tappt und mit den Fühlern fächelnd die Finsternis durchtastet. Unmöglich bringe ich das zusam­men mit den umweltschonenden Steeldrumgrooves und Folktro­nica­songs von Trembling in the Stone und der Western-Ghostreiterei von Warm Blooded Lizard. Da glaube ich lieber an die Existenz von zwei Nyms. [BA 84 rbd]
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